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Der Potsdamer Platz
Der Potsdamer Platz in Berlin gehört zu den weltweit meist
fotografierten Plätzen. Aber! Die Aufnahmen der jeweiligen
Zeitgenossen, die ihn von Anfang des 20. bis Anfang des 21.
Jahrhunderts fotografiert haben, könnten gar nicht unterschiedlicher
sein. Natürlich wegen der dramatischen Geschichte von Berlin in
diesem Zeitraum: von der Belle Epoque zum Ersten Weltkrieg. Von der
Weimarer Republik zum Zweiten Weltkrieg. Und von der Frontlinie im
Kalten Krieg zum wiedervereinten Deutschland.
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Zu Kaisers Zeiten glänzten der Potsdamer Platz und
seine Umgebung mit noblen Hotels - neben regem (verbotenem)
Rotlicht-Millieu (Links: Kirchners »Potsdamer Platz, 1914«). In den
Goldenen Zwanzigern war er der belebteste Platz Europas mit erster
Ampel, mondänem Nachtleben und dem größten Vergnügungspalast des
Landes (Haus Vaterland). Dann kamen die Nazis und der Zweite
Weltkrieg. Danach teilten die Siegermächte Berlin in 4 Zonen. Die
stießen am Potsdamer Platz alle aufeinander und so entstand dort ein
verbotener Schwarzmarkt mit besonderem Clou: Kamen die »Bullen« einer
Siegermacht begab man sich einfach in eine andere, gerade
razziafreie, Viermächtezone nebenan.
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Im Kalten Krieg war Berlin u. a. auch quer durch die
heutige »Neue Mitte« geteilt. Der Potsdamer Platz lag direkt hinter
der Berliner Mauer in Ost-Berlin. Dort waren Sperrgebiet und
Todeszone. Im Westen gab es gerade noch ein Schild von ihm und er war
auch nicht mehr überall verzeichnet. Man kannte ihn als
Mauerbesichtigungsort am Ende der Potsdamer Straße, wo man - nach
ausgiebiger Ausschau hinter den Eisernen Vorhang - dann Souvenirs,
Postkarten und Eis am Stiel kaufen konnte. That's it! Nach der Wende
entstand das Areal vom neuen Potsdamer Platz mit ganzen 10 Straßen
und 2 Plätzen. Berlin ist eine Reise Wert, auch wegen dem Potsdamer
Platz, wie schon immer.
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Spannende Geschichte als unterhaltsame
Story
»Berlin Mitte und die Welt - wie sie einmal war« mit
über
750 reich betexteten Bildern
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